Wie wird der aktuelle Goldpreis ermittelt?

Den Goldpreis richtig ermitteln

Die Ermittelung des aktuellen Goldpreises ist ein höchst komplexer Vorgang. Im Folgenden  möchten wir erklären, welche Faktoren den Preis beeinflussen.

Wer sich mit dem Thema vertraut machen möchte, sollte sich zuvor umfassend informieren. Wie wird der aktuelle Preis beeinflusst und wer bestimmt ihn? Wie und wo kann der Preis der Feinunze in Erfahrung gebracht werden? Um bei Kursänderungen richtig zu entscheiden, sollte dies natürlich bekannt sein.

Zwar bieten Online-Goldpreis-Rechner hier eine bequeme Möglichkeit, sich den aktuellen Goldpreis anzeigen zu lassen. Nutzt man mehrere Preisrechner, erhält man unterschiedliche Preise. Doch woran liegt das genau?

Die Parameter, die den Goldpreis beeinflussen

Der Preis ist von mehreren Faktoren abhängig. An erster Stelle steht Angebot und Nachfrage. Bei einer Goldschwemme sinkt der Preis. In Wirtschaftskrisen steigt die Nachfrage von Gold. Bei niedrigen Zinsen tendieren die Anleger ihr Geld in Gold anzulegen. Gold ist begrenzt, deshalb steigt die Nachfrage stärker als das Angebot. Bei Inflationsrisiken wird Gold als Absicherung für Verluste gekauft.

Den größten Einfluss auf den aktuellen Goldpreis übt die Schmuckindustrie aus.Hier herrscht eine beständig hohe Nachfrage.

Auch können die Inhaber der Goldminen beispielsweise die Produktion erhöhen oder verringern und nehmen somit direkten Einfluss auf den Preis.

Zentralbanken sind dagegen um einen stabilen Goldpreis bemüht. Durch den Verkauf der Goldreserven können sie den Goldpreis ebenfalls beeinflussen und stabilisieren.

Wie wird der aktuelle Preis des Goldes ermittelt?

Der Preis wird zweimal täglich in London von folgenden Mitgliedern festgesetzt:

  • Bank of Nova Scotia–ScotiaMocatta,
  • Barclays Bank,
  • HSBC Bank USA NA,
  • Société Générale,
  • Goldman Sachs International,
  • UBS

Der Fachbegriff heißt Goldfixing. Dies geschieht in einer Telefonkonferenz. Der Vorsitzende erwähnt den Kurs für eine Feinunze. Die beteiligten Banken geben an, wieviele Goldbarren sie selbst und ihre Kunden zu diesem Preis kaufen oder verkaufen. Sollte es mehr Käufe als Verkäufe geben, so wird der Preis erhöht. Der Preis wird dann fixiert, wenn sich die Käufe und Verkäufe im Gleichgewicht halten.

Wie kann ein Anleger seinen Preis vom Gold ermitteln?

Stellen Sie sich vor, es gäbe kein Internet. Was würden sie tun? Sie gehen zu ihrer Hausbank und erkundigen sich. Juweliere haben auch den aktuellen Preis. In den letzten Jahren sind aus eine Menge Läden eröffnet worden, die nur Gold ankaufen. Der Ankaufspreis steht im Schaufenster.

Dann gibt es noch die Goldmünzenverkäufer, die auch den aktuellen Preis haben. Den aktuellen Preis gibt es auch bei der Scheideanstalt in Pforzheim. In der Tagespresse wird der Preis auch veröffentlicht.

Wie funktioniert der Goldpreis-Rechner im Internet?

Für den Ankauf oder Verkauf gibt es verschiedene Goldpreis-Rechner.
Zuerst wird ein Goldpreis-Vergleichsrechner gesucht. Dieser zeigt die Firma mit dem höchsten Preis an. Dann nimmt man den zugehörigen Preisrechner.

Am besten einen live Goldrechner, da hier die Preise immer aktuell sind. Sind Gesamtgewicht und Goldqualität bekannt, kann der aktuelle Wert von Schmuck, Münzen oder auch Goldbarren sehr schnell ermittelt werden. Die Preise sind formabhängig, so ergeben die verschiedenen Preisrechner jeweils unterschiedliche Ergebnisse. Ein Vergleich ist hier deshalb ratsam.

Wie funktioniert Goldankauf online?

Fast jeder hat unbenutzten oder alten Goldschmuck zu Hause, der gar nicht getragen oder benötigt wird und nicht einmal Erinnerungen daran hängen. Viele Menschen nutzen daher die Möglichkeit, dieses Gold an einen Ankäufer für Edelmetall zu verkaufen, um das alte Gold zu Geld zu machen, beispielsweise, wenn in der Haushaltskasse gähnende Leere herrscht oder eine neue Anschaffung ins Haus steht. Goldankauf online funktioniert dabei genau wie ein Goldankauf vor Ort bei einem lokalen Anbieter, allerdings mit dem Unterschied, dass es aber wesentlich bequemer ist, da das Gold per Post verschickt wird und das Geld nicht per Hand überreicht wird, sondern eine Überweisung auf ein angegebenes Konto erfolgt.

Was muss man tun, um das Gold online zu verkaufen?

Um online das eigene alte Gold zu verkaufen, muss man lediglich die Webseite eines Online-Anbieters aufrufen und ein kurzes Formular ausfüllen. Innerhalb kurzer Zeit kommt dann per Post ein Umschlag, in welchen nur noch der Goldschmuck gefüllt werden und verschickt werden muss. Das Porto übernimmt meist der Onlinehändler, auch ist der Schmuck bis zu 500 versichert. Wer also extrem viel Goldschmuck verschicken möchte, dessen Wert deutlich über 500 Euro liegt, sollte den alten Schmuck ggf. separat in mehreren Sendungen verschicken.

Und was passiert dann mit dem Schmuck?

Ist der Schmuck beim Online-Ankäufer, wird er zunächst von Profis analysiert und mit Hilfe von bestimmten Techniken bestimmt, ob der Schmuck echt ist. Anschließend wird abhängig vom Schmuck selbst ein Angebot an den Verkäufer gemacht. Erst nach dem Angebot kann der Verkäufer entscheiden, ob er den Schmuck lieber behalten oder zum angebotenen Preis verkaufen möchte. Ob der Verkauf stattfindet, liegt in der Hand des Verkäufers nach der Analyse des Goldes und des Angebotes von Seiten des Ankäufers. Willig er in den Verkauf ein, erhält er die angebotene Geldsumme je nach Wunsch in Form eines Schecks, der zugesandt wird, oder bei Angabe einer Kontonummer auf ein Konto überwiesen.

Welche Anforderungen Schmuck für den Goldankauf erfüllen muss, steht im nächsten Artikel.

Goldankauf im Internet – welcher Schmuck wird angekauft?

Ob es sich bei dem Gold, das verkauft werden soll, um Ohrringe, Ringe, Ketten, Armbänder oder andere Schmuckstücke handelt, ist komplett egal. Wichtig ist lediglich, dass der Schmuck aus echtem Gold ist. Nicht nur Schmuck aus echtem Gold, sondern sogar altes Zahngold ist für den Verkauf bei einem Online-Ankäufer geeignet.

Spielt die Farbe des Goldes eine Rolle beim Verkauf?

Auch die Farbe des Goldschmucks, der verkauft werden soll, ist nicht von Bedeutung für den Verkauf. Sowohl Rotgold, Weißgold oder Gelbgold können – sofern sie echt sind – angekauft werden. Laien halten beispielsweise Weißgold häufig fälschlicherweise für Silber, wer allerdings ein Silberschmuckstück mit einem ähnlichen Stück in Weißgold vergleicht, wird den edlen Unterschied bemerken. Besondern Ringen aus Weißgold wird nachgesagt, dass sie im Vergleich zu Silberringen einen ganz besonders tiefen und vollen Klang haben, wenn man sie auf eine Steinplatte fallen lässt.

Woher weiß ich, ob mein Schmuck echt ist?

Die kleinen Markierungen an Schmuckstücken geben jedoch in erster Linie eine Auskunft über das Material, aus dem das Schmuckstück gefertigt wurde. Wer aber nicht genau weiß, ob der eigene Schmuck für den Verkauf echt ist, kann ihn trotzdem wie im Artikel so funktioniert Goldankauf online beschrieben einsenden. Da sich um die Echtheits-Analyse sowieso Profis kümmern, würde dies – sofern der eingesandte Schmuck nicht echt ist – kommuniziert werden. Der unechte Schmuck kann dann wahlweise auf eigene Kosten entweder zurückgesandt werden oder für den Verkäufer entsorgt werden.

Wie viel ist mein Goldschmuck wert?

Zwar sieht man bei Gold den Anteil des Edelmetalls äußerlich nicht an, jedoch hat der Goldgehalt einen enormen Einfluss auf den Goldpreis eines Schmuckstücks.

Goldpreis kann unterschiedlich sein

Viele Menschen fragen sich aber, woran man erkennt, wie hochwertig ein Schmuckstück aus Gold ist. Bei Anlagemünzen oder gekauften Goldbarren beispielsweise ist durch Erkennungsmerkmale und andere Kennzeichen der Goldgehalt und Wert des Goldes meist bereits durch den Kauf bekannt. Bei Goldschmuck hingegen ist dies für Laien nicht immer sofort ersichtlich. Woran erkennt man also wie wertvoll der eigene Goldschmuck ist und wie hoch der Goldgehalt letztlich ist?

Goldgehalt wird durch Stempel ersichtlich

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal in Goldschmuck ist der meist unauffällig angebrachte Stempel. Diese drei Ziffern verraten dem Besitzer etwas über den Goldgehalt. Die Zahl gibt genauer gesagt den Goldgehalt in Prozent mit einer Kommastelle an. Wer also in einem goldenen Schmuckstück eine „333“ entdeckt, kann davon ausgehen, dass der Goldgehalt des Schmuckstückes bei 33,3% liegt – der Goldschmuck mit diesen Ziffern im  Stempel besteht also nur zu einem Drittel aus Gold. Schmuckstücke hingegen, die einen Stempel mit der maximalen Zahl „999“ tragen, haben also einen Goldgehalt von 99,9%, sie bestehen also fast ausschließlich aus echtem Gold.

Und was sind Karat?

Karat ist eine Einheit, mit der der Feingehalt von Gold angegeben wird. Pures Gold hat demnach 24 Karat, allerdings entspricht dies dem 999er-Gold, da pures Gold aufgrund minimaler Verunreinigungen nicht exakt zu 100% aus Gold bestehen kann. Dennoch ist es das „reinste“ Gold, was man bekommen kann. Das 333er-Gold hingegen entspricht also 8 Karat, einem Drittel des puren Goldes. Dazwischen gibt es aber auch andere verarbeitete Goldgehalte, z.B. 750 oder 960. Nicht alle Stempel bzw. verarbeitete Mengen Gold werden heute noch verwendet, auch konnten sich Einige, z.B. aufgrund von Materialeigenschaften beim Verkauf nicht durchsetzen. Karat wird meist mit einem C oder kt angegeben.

Goldpreis stark gefallen

Wie spiegel-online in einem Artikel Ende Juli 2013 berichtet,  ist der Goldpreis in der vergangenen Monaten sehr stark gefallen. Der hohe Verlust geht wohl auf ein Abflauen der Geldschwemme in den USA zurück (zum Artikel und den Hintergründen zu dem Thema geht es hier). Von Zeit zu Zeit werden die Goldpreise je nach Bewertungen der Marktpreise angepasst und durch neue Bewertungen können dann auf dem Papier Gewinne bzw. Verluste entstehen.

Goldpreis wie im Herbst 2010

Der Goldpreis stehe daher auf dem tiefsten Stand der letzten drei Jahre, seit dem Herbst im Jahr 2010. Gold gilt bei vielen Menschen als sichere Geldanlage, die auch Inflationen überstehen kann. Wenn die Angst vor Inflationen sinkt, kann Gold als Anlage aber auch wieder unattraktiver werden. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich der Goldpreis weiter entwickelt. Schwankungen durch Auslöser im Finanzbereich sind jedoch durchaus normal.

Verkaufen nun Anleger ihr Gold?

Ob Anleger ihr Gold verkaufen, ist natürlich gänzlich Ihnen selbst überlassen. Aufgrund des niedrigen Goldpreises würde ein Verkauf von großen Mengen Gold zum jetzigen Zeitpunkt allerdings vermutlich eher zu Verlusten führen, je nachdem, zu welchem Preis das Gold ursprünglich gekauft wurde.
Bei einem Verkauf von kleinen Mengen, z.B. privatem Goldschmuck, und bei einer entsprechenden Notwendigkeit (z.B. Geldknappheit), dürfte der Verlust jedoch nicht allzu stark ins Gewicht fallen und sich nur mäßig im ausgezahlten Betrag widerspiegeln. Auch vom Goldgehalt des zu verkaufenden Goldes (z.B. Schmuckstück) kann der Preis, der von Ankäufern gezahlt wird, abhängig sein.